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2. Israelkongress in Frankfurt/Main PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 23. November 2011 um 15:17 Uhr

Mit viel Spannung bin ich nach Frankfurt/Main gefahren. Das 2. Mal fand dieser Kongress, der jüdische, christliche und säkulare Organisationen (NGO's) zusammen führte unter der Federführung von "ILI - I like Israel e.V.", Sascha Stawaski statt. Am 22.10.11 nahm ich an einer jüdischen Stadtführung und an einer Podiumsdiskussion der Veranstaltung für die Verabschiedung einer Resolution anlässlich des 2. Deutschen Israelkongresses teil. Es war großartig und ermutigend zu sehen, dass so verschiedene Leute eine Sprache für die Unterstützung Israel fanden und sich mit einer Stimme an die Politiker, die Mediengestalter und gesellschaftlichen Kräfte unseres Landes wandten: www.israelkongress.de/resolution.php

Breite Unterstützung fand der Kongress besonders von jüdischer Seite, so war das gesamte Präsidium des Zentralrates der Juden anwesend. Unter den Rednern begeisterte mich besonders Dr. Graumann, der Vorsitzende des Zentralrates, der den Finger in die Wunden des deutsch-isralischen Verhältnisses legte. So z.B. die weitere

stille Kooperation der deutschen Wirtschaft mit dem iranischen Regime, das einen neuen Holocaust für die Juden vorbereitet.

Wichtig war für mich, die Vielfalt in der deutschen Landschaft von Aktivitäten für den Staat Israel kennen zu lernen. Eine echte Horizonterweiterung und Ermutigung. Ich kann nur jeden Israelfreund empfehlen 2012 dabei zu sein!

Einzelne Beiträge können im Internet in You tube unter dem Stichwort "2. Israelkongress Frankfurt 2011" angesehen werden.

 

Sascha Stawski von "ILI - I like Israel e.V."

 

 

 
Auf jüdischen Spuren in Erfurt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 10:30 Uhr

Die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft organisierte am 3. Oktober eine hervorragend organisierte und gut besuchte Exkursion nach Erfurt. Wir waren als Juden und Christen gemeinsam unterwegs auf jüdischen Spuren der Vergangenheit und Gegenwart. Dabei gab es Momente des Erschreckens vor der unseligen deutschen Geschichte. Wir sahen die herabsetzenden und entwürdigenden Darstellungen von Juden im Erfurter Dom, wir erfuhren von den sich wiederholenden Progromen und Vertreibungen. Den traurigen Höhepunkt bildete die Führung bei der Firma "Topf & Söhne", die Verbrennungsöfen in Auschwitz bauten. Beeindruckend war der Einsatz von Historikern und der Stadt nach der Wende, das jüdische Erbe mit der alten Synagoge und der kleinen Synagoge zu retten und wieder ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Schließlich die Begegnung in der neuen Synagoge schlug die Brücke zur Gegenwart, in der das Gemeindeleben sich auf vielfältige Weise entwickelt.

 
Boskeys in Sachsen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 10:03 Uhr

Im September hatten wir eine Zeit mit Avner und Rachel Boskey, die tiefe Spuren in unserem Herzen hinterlassen hat. Wir waren zunächst unterwegs im Dresdner Raum für eine kurze - für sie wichtige - Erholungspause. Sie leben in Be'er Sheva im Einzugsgebiet des Raketenbeschusses der Hamas aus Gaza unter beständiger Bedrohung.  In Dresden, Leipzig und Halle/Sa. hat Avner über das Volk und das Land Israel aus Perspektive des Wortes Gottes auf dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation gelehrt. Rachel und Avner sangen auch Songs ihrer neuen CD "Four winds", zu beziehen über www.tos.info/tos-medienshop . Die Botschaft war für viele neu und sehr herausfordernd, v.a. auch mit den unmittelbar politischen Aspekten. Diesen Bereich überlassen Christen oft gern anderen. Außerdem lesen wir die Bibel mit Vorliebe sehr individualistisch anstatt das große Bild des Heilshandelns Gottes mit der gesamten Menschheit in den Blick zu bekommen, wobei Israel eine zentrale Rolle spielt.  Der Aufruf zur Fürbitte schließt praktisches Handeln  ausdrücklich mit ein. Ein Beispiel war die Familie von Corrie ten Boom aus Harlem in Holland. Sie betete über viele Jahrzehnte für Juden und wurde dann während der deutschen Nazibesatzung der Zufluchtsort für viele Juden. Wer für Israel betet, wird selbst aktiv für Israel eintreten.

 
Die zweite Generation ehemaliger Leipziger PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 13. Oktober 2011 um 09:48 Uhr

Im Rahmen der Jüdischen Woche waren in diesem Jahr auch einige Nachkommen von ehemaligen Leipziger Juden, die die Shoa überlebt hatten, in Leipzig. Wir hatten die Freude Irit und Naomi aus Kiryat Tiv'on, einem wunderschönen Städtchen aus Galiläa, bei uns begrüßen zu dürfen. Sie kamen das erste Mal. Das vielfältige Programm der Stadt und die persönlichen Begegnungen haben ihnen ein neues Bild von Leipzig ins Herz geschrieben. Sie haben neue Freunde gewonnen und das ist für sie gerade in der ehemaligen Heimat ihrer Eltern etwas Kostbares.

 
Yossef Aaron in Sachsen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 30. Juni 2011 um 09:49 Uhr

Vom 04. bis 19. Mai hatten wir das Vorrecht, Yossef Aaron aus Jerusalem in Sachsen zu haben. Er hat als Junge die Hölle des KZ Bergen-Belsen überlebt und hatte danach in Israel auch eine schwere Zeit. Das Wunder durch alle Schrecken und Alpträume hindurch ist, dass er kein verbitterter und mit seinem Schicksal hadernder Mann geworden ist. Wer ihm begegnet, der trifft einen liebevollen und offenen Mann an, der seine Gefühle keineswegs eingemauert hat. Er hat uns bezeugt, dass in Zeiten der größten Angst und des ohnmächtigen Ausgeliefertseins, eine Macht über ihn gewacht hat. Später realisierte er, dass es Yeshua war, der Messias Israels. Dieser hat ihn zu einem besonderen Botschafter der Versöhnung zwischen Juden und Deutschen werden lassen. Wir haben erlebt, wenn er seine tragische Lebensgeschichte erzählt, hören sogar die größten Rabauken in einer Schulklasse wie gebannt zu. Vor allem Schüler gehen verändert aus einer Begegnung mit Yossef hervor. Sie spüren, dass ihrer "Probleme" Winzigkeiten sind im Vergleich zu dem Horror, den Yossef durch-leben musste und diese in jedem Fall überwunden werden können.

So ist sein Zeugnis absolut mutmachend für unsere heutige Generation.

Yossef sprach in einigen Schulen und evangelischen Gemeinden in Leipzig und Sachsen. Er hatte selbst sehr schöne und intensive Zeiten mit und in verschiedenen deutschen Familien.

 

 

 
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