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Begegnung mit ehemaligen Leipzigern und ihren Nachkommen |
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Dienstag, den 24. Juni 2008 um 00:00 Uhr |
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Am 23. Juni wurden ehemalige Leipziger Juden nach dem Friedensgebet in der Nikolaikirche zu einem festlichen Zusammensein in die Israelitische Religionsgemeinde eingeladen. Dort und am Abschlussabend am 25. Juni lernten wir Herrn Ze’ev Buchsbaum, einen Sohn Menchem und dessen Tochter Noa, also 3 Generationen kennen. Ze’ev hat die Zeit des Holocausts in Holland als Knecht auf einem Bauernhof überlebt. Die Gefahr des Verrats war ständig und regelmäßig fanden Razzien statt. Er konnte auf abenteuerliche Weise nach Marseille fliehen und von dort mit einem von der Jewish Agency erworbenen Fischer-boot nach Haifa gelangen. Dort wurden sie von zwei britischen Zerstörern empfangen und inhaftiert. Ze’ev konnte bleiben und gründete in Israel eine Familie und lebt heute Kwar Saba nördlich von Tel Aviv.
Im Juli konnte ich ihn in seiner Wohnung besuchen und ein Interview mit Kamera machen, wobei er mir alle alten Erinnerungsstücke von Holland zeigte. Maria und mir ist es eine Last, dass die Stadt Leipzig nicht nur die ehemaligen Leipziger Juden einlädt, sondern dass die Beziehung zur nachfolgenden Generation und auch zu den Enkeln gesucht wird. Es ist eine große Aufgabe der Versöhnung, die bleibt. Der Holocaust hat seelische Verletzungen auch für die Nachkommen der Holocaustüberlebenen hinterlassen, die wir anfangen zu erahnen. Die Stadt Leipzig, d.h. auch die Stadträte und Bürgermeister stehen dem positiv gegenüber.
Ze’ev Buchsbaum, ein ehemaliger Leipziger

Die stolze Großmutter Maria mit ihrem Enkel Jehonatan in Israel

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