5,5 Jahre nachdem die Idee von Maria Hoffmann geboren war und knapp ein Jahr, nachdem der israelische Moran Chor in Leipzig war, ging der Traum in Erfüllung – der Gewandhaus Kinderchor flog nach Israel, um gemeinsam mit dem Moran Chor die Kinderoper Brundibár in Israel aufzuführen. Es gab ein bewegendes Wiedersehen mit den Kindern des Moran Chors und Freundschaften, die in Leipzig begonnen hatten wurden vertieft, in den Zeiten der gemeinsamen Proben und bei Ausflügen. Daran nahmen einige Kinder des Moran Chors teil.
Einige der Überlebende des KZ Theresienstadt waren zur gleichen Zeit in Israel und es gab gemeinsame Aktivitäten (z.B. Eröffnung der Wanderausstellung „Mädchen vom Zimmer 28“ in Tel Aviv; Begegnungen und Gespräche zwischen ihnen und den Kindern des Gewandhaus Kinderchors). Brundibár nach über 60 Jahren von deutschen und jüdischen Kindern gemeinsam gespielt zu sehen, war für sie, die Überlebenden, als würde sich ein Kreis schließen.
Naomi Faran, Leiterin des israelischen Moran Chors und Tochter Überlebender des Holocaust hat es so ausgedrückt: „Endlich kann ich diese Tür hinter mir schließen und nach vorne schauen.“
Für die Leipziger Kinder und die sie begleitenden Erwachsenen haben die Erfahrungen und Eindrücke die sie in Israel gewonnen haben das Bild von Israel und seinen Einwohnern verändert. In ihnen ist ein neues Verständnis gegenüber dem Staat Israel gewachsen. Judiths Ehemann Ron Stern, unser Reiseleiter, hatte einen großen Anteil an diesem Prozess. In der Art und Weise,wie er den Kindern das Land und bestimmte Zusammenhänge gezeigt und erläutert hat, hat in den Herzen Liebe und Verstehen geweckt.
Eine sehr emotionale Erfahrung war der Besuch der Shoa Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.Wir wurden von einem jungen Mann geführt, der in Deutschland geboren war und dessen Mutter Deutsche und dessen Vater Israeli ist. Seine besondere Art der Führung in Yad Vashem hat uns einen Weg gebannt, wo wir das Furchtbare, was geschehen ist, anschauen konnten, ohne von Schuldgefühlen erdrückt zu werden. Viele Kinder haben sich in der Abschlussrunde geäußert, dass für sie das Grauen ein Gesicht bekommen hat.
Den Kindern aus beiden Ländern fiel der Abschied schwer, es flossen viele Tränen und Versprechen von Freundschaften wurden gegeben. Möge das ein Fundament sein, dass sie als Deutsche in für Israel schweren Zeiten zu den Juden stehen.
Das Motto der Kinderoper: „Ihr müsst auf Freundschaft bauen und neue Wege gehen“ ist wirklich wieder lebendig geworden.
Näheres ist unter www.meckimania.de zu sehen.